Medizinische Betreuung der Straßentiere

Zu den Straßentieren/Klienten gehören manchmal auch Katzen, Esel, Ziegen, Kamele, Pferde oder auch andere Tiere. Sie alle bekommen die benötigte medizinische Versorgung im ACCH.

 

Kleine Wunden können direkt auf der Straße eigenständig vom ACCH-Team behandelt werden, oft ist es aber so, dass die Behandlung einen Arzt benötigt. In solchen Fällen werden die Tiere zum eigenen ACCH-Tierarztteam, geleitet von Dr. Eman, gebracht. Dankbar sind wir auch Dr. Essam von Top Vets, der oft mit schwerwiegenden Operationen von uns beauftragt wird und bezahlt wird. 

 

Nach der Erstversorgung bleiben die Verletzten dann bis zu ihrer endgültigen Genesung im Animal Care Center Hurghada. Hinzu nimmt das Center noch sehr oft Tiere von verschiedenen Tierärzten auf, sie dürfen sich nach ihren Operationen so lange im Center erholen, bis sie wieder zurück in ihr gewohntes Umfeld können.

Offene Wunden, hervorgerufen durch 

  • Bisse
  • scharfkantigen Müll
  • Lebendfallen
  • Geschirre, Sättel, Ketten oder Seile
  • usw.

  

Parvo-Virus

Erkrankte Hunde sind meist nicht mehr zu retten. Sehr oft müssen die kranken Welpen eingeschläfert werden. 

In selteneren Fällen, wenn die Krankheit noch nicht weit fortgeschritten ist, kommen die Hunde nach ihrer Erstversorgung direkt in die Quarantäne-Station des ACCH.

 Staupe

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Knochenbrüche / Nervenverletzungen

 

Vor allem Hüftbrüche, hervorgerufen durch Autounfälle, treten häufig auf. Sollte auch nur eine kleine Chance bestehen, dass der Hund nach einer Operation schmerzfrei leben kann, lassen wir eine Operation (wie o.g.) durchführen. Bei solchen Fällen brauchen die Tiere wochen- oder monatelang zur Genesung.

Autounfälle in Ägypten

Die meisten Autounfälle mit Hunden passieren natürlich zufällig. Leider gibt es aber zahlreiche Fälle, bei denen die Fahrer bewußt über die Hunde oder deren Beine fahren.

Notfälle

Notfälle gibt es jederzeit und jeder Art.

Ausgesetzte Tiere

Hier: Ein ausgesetzter Hund, der es nie gelernt hat, auf der Strasse zu leben und sich selbst zu versorgen. Ein Revier oder Rudel konnte er nie finden. Völlig dehydriert, bis auf die Knochen abgemagert und mit einem Hitzschlag wurde er gefunden. Leider konnte das ACCH ihn nicht mehr retten und er verstarb.

Vergiftungen

Auf verschiedene Art und Weise werden die Tiere immer wieder vergiftet. Das Traurigste an dieser Sache ist, dass immer wieder die bereits kastrierten und geimpften Tiere vergiftet werden. Diese Hunde hielten fremde, hinzukommende Hunde fern, und somit die Anzahl der ansässigen Tiere niedrig. Diese Hunde vermehrten sich nicht mehr. Diese Hunde waren bereits geimpft. Nachdem sie getötet wurden, siedeln sich kurzfristig wieder neue Hunde an, die sich wieder rasant vermehren.

Zeckenbefall

Oftmals findet das ACCH-Team Hunde mit starken Zeckenbefall auf. 
Manchmal so schlimm, dass sie bereits unter Blutarmut und Blutparasiten leiden.